Stellenangebot – Pädagogische Fachkraft

 

 

Die Evangelische Gemeinde Seeheim-Malchen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für ihren Laurentius Kindergarten eine

Pädagogische Fachkraft (m/w/d)
Bereich Krippe

mit 39 Wochenstunden, befristet für Beschäftigungsverbot, den Mutterschutz und der sich anschließenden Elternzeit.

Über uns:

Der Ev. Laurentius Kindergarten in Seeheim isteine Kindertagesstätte für Kinder im Alter von 1-6 Jahren. 3 Regelgruppen und 3 Krippengruppen. Weitere Informationen unter www.ev-kirche-seeheim-malchen.de

 

Wir erwarten:

  • eine abgeschlossene Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Erzieher/in oder eine gleichwertige pädagogische Ausbildung mit Abschluss.
  • eigenverantwortliches und engagiertes Arbeiten
  • die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche (ACK).

 

Was Sie mitbringen:

  • Freundliches Auftreten, Flexibilität, Kontaktfreude, Empathie, Teamkompetenz
  • Kenntnisse des Hessischen Erziehungs- und Bildungsplans

 

Wir bieten:

  • eine befristete Stelle wählbar Teil- oder Vollzeit.
  • ein engagiertes und professionell arbeitendes, ca. 20-köpfiges Team.
  • Vergütung nach den Richtlinien der KDO.
  • Regelmäßige Teamsitzungen,
  • Supervision,
  • geregelte Verfügungszeiten.
  • Fortbildungen, Konzeptionstage sowie
  • Qualitätsentwicklung und konzeptionelle Mitgestaltung.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Diskriminierungsfreie Bewerbungsverfahren nach dem AGG sind in der EKHN Standard.

 

Auskünfte erteilt Ihnen gerne

Kindertagesstätten-Leiterin Sonja Rhein Tel.: 06257-82992

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 12.08.2019 an den

Laurentius Kindergarten
– Kindergartenleitung –
Am Grundweg 33

64342 Seeheim-Jugenheim

oder per Mail an: ev.kita.seeheim-malchen@ekhn-net.de

 

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Tauffest am Bensheimer Badesee

Wenn Wort und Wasser sich zum Leben verbinden

Das Evangelische Dekanat Bergstraße lädt am 25. August 2019 zu einem großen Tauffest unter freiem Himmel am Bensheimer Badesee (Berliner Ring) ein.
„Wir wollen den Täuflingen und ihren Familien die Möglichkeit bieten, die Taufe an einem besonderen Ort und auf ganz besondere Weise zu erleben“, betont Dekan Arno Kreh. „Die Erfahrungen in unseren Nachbardekanaten haben gezeigt, dass sich mit einem solchen Tauffest insbesondere Menschen angesprochen fühlen, die sich bislang nicht zu einer Taufe entschließen konnten oder abwarten wollten, bis ihr Kind ihr Kind älter ist“. Bei den bisherigen Tauffesten hatten viele der beteiligten Familien erklärt, dass sie die Taufe als besonders sinnlich erlebten und das Tauffest einen fröhlichen Charakter hatte. Sie fühlten sich, über ihre eigene Familie hinaus, als Teil einer größeren Gemeinschaft.
Die Taufe ist das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott diesen Menschen angenommen hat. Sie erinnert uns daran, dass alle Menschen Gottes Geschöpfe sind. Wir können, so verspricht uns Gott durch die Taufe, schon jetzt ganz befreit leben. Wir müssen nichts und niemanden fürchten – nicht einmal den Tod. Gott hält an uns fest, auch wenn wir schuldig werden oder scheitern.
Mit dem Tauffest am Badesee will das Evangelische Dekanat Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen feierlichen Rahmen bieten, sich für die Taufe zu entscheiden. Auf die Täuflinge bzw. ihre Familien kommen keine Kosten zu. Sie haben die Möglichkeit, sich am Taufbecken auf traditionelle Weise taufen zu lassen oder durch Untertauchen im Badesee. Pfarrerinnen und Pfarrer der mitwirkenden Evangelischen Kirchengemeinden werden die Taufhandlungen vollziehen. Bislang beteiligen sich die Gemeinden Alsbach, Bensheim/Stephanus, Hähnlein, Heppenheim/Christus, Heppenheim/Heilig-Geist, Gronau-Zell, Lorsch und Schönberg-Wilmshausen an der Aktion. Weitere könnten folgen.
Das Tauffest beginnt am 25. August um 10 Uhr. Für die festlichen Klänge während des Gottesdienstes werden die Musiker Clemens Bittlinger und Adax Dörsam sorgen. Im Anschluss gibt es Brezel und Getränke. Wer mag, darf sich einen eigenen Picknickkorb mitbringen und bekommt Tische und Bänke gestellt.

Anmeldungen zum Tauffest nimmt das Evangelische Dekanat Bergstraße entgegen:
Telefon (0 62 52) 67 33-20; E-Mail ev.dekanat.bergstrasse@ekhn-net.de
oder unser Gemeindebüro, Telefon (0 62 57) 8 13 88;
E-Mail  ev.kgm.seeheim-malchen@ekhn-net.de

 

Kommet zuhauf zum Dekanats-Chortag

Ob Kirchenchor, Gospelchor, Kantorei oder sonstige Singbegeisterte – alle, die Freude am Singen haben, sollten sich den Sa., 31. August im Kalender notieren. Dann findet in der Evangelischen Michaelskirche Bensheim (Darmstädter Str. 25) der Dekanatschortag statt.

Das Kantorenteam Bergstraße um die Kirchenmusiker Benjamin Fritz, Christiane Gürtler, Marion Huth, Heike Ittmann, Han Kyoung Park-Oelert, Martin Stein und Konja Voll wollen das gemeinsame Singen fördern und haben dafür ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Beginn ist um 10.30 Uhr mit dem Treffen aller Teilnehmenden in der Michaelskirche. Beim gemeinsamen Einsingen des großen Chores, der von Marion Huth (Seeheim) und Heike Ittmann (Lampertheim) geleitet wird, werden vor allem alte und neue Chorsätze zu Liedern des neuen Gesangbuchs EGplus gesungen. Im Anschluss wird die Arbeit in folgenden Workshops fortgesetzt:

  • Stimmbildung mit Alexandra Ziegler-Liebst (Frankfurt): Die für ihre musikdidaktischen Werke mit dem Best Edition Preis ausgezeichnete Gesangspädagogin ist Expertin für die Complete Vocal Technique (CVT). Sie führt in die Methode der CVT ein, die neue Zugänge zur Singstimme ermöglicht.
  • Gospelchor mit Martin Stein(Viernheim): Geprobt wird zunächst die ruhige Ballade “Prayer for the city” des Nowegers Tore W. Aas. Ein zweites, flottes Stück soll die Workshopteilnehmenden dann richtig in Schwung bringen.
  • Motettenchor mit Han KyoungPark-Oelert (Rimbach): In diesem Workshop für geübte Chorsänger werden Teile aus der Motette „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz“ opus 29 Nr.2 für fünfstimmigen Chor a cappella von Johannes Brahms aus dem Jahr 1860 geprobt.
  • Kantorei mit Christiane Gürtler(Birkenau): In diesem Workshop wird u.a. der klangschöne und leicht singbare Chorsatz „Möge dir Gott seine Gnade erweisen“ von John Rutter erarbeitet.

Jede Workshop-Einheit ist in sich abgeschlossen, so dass jeweils vor- und nachmittags verschiedene Workshops besucht werden können. Die Stücke sind so ausgewählt, dass sie ohne Vorbereitung nur am Chortag erarbeitet und um 18 Uhr in der Musikalischen Vesper zum Abschluss zur Aufführung gebracht werden.

Teilnahme und Verpflegung sind kostenfrei. Alle Teilnehmenden sind Gäste des Evangelischen Dekanats Bergstraße. Die Anmeldung der Chöre unter Angabe der Teilnehmerzahl in den einzelnen Stimmen erfolgt durch die Chorleiter.

Interessierte Gastsänger sind herzlich willkommen und können sich – möglichst bis zum 25. Juni – direkt anmelden bei den Dekanatskantorinnen Marion Huth, huth@bergstrasse-evangelisch.de oder Han Kyoung Park-Oelert, park-oelert@bergstrasse-evangelisch.de

Berndt Biewendt

Segnungsgottesdienst in Alsbach

Am Abend des 4. August wollen wir um 18 Uhr einen Segnungsgottesdienst nach der Liturgie von Iona in der ev. Kirche in Alsbach feiern.

In diesem besonderen Abendgottesdienst mit Liedern, Stille, Texten und Musik können Sie Ihre Gebetsanliegen vor Gott bringen, gesegnet werden, wenn Sie möchten auch andere segnen oder von Ihrem Platz aus die Atmosphäre auf sich wirken lassen. „Der Dienst der Heilung und Segnung ist nicht auf einzelne Personen beschränkt …, sondern ein gemeinschaftlicher, vereinender Prozess, der Dienst der ganzen Gemeinschaft der Christen, in der wir alle eine Aufgabe haben.“ (Iona Abbey Worship Book, 2009, S. 88)

Iona ist eine kleine Insel vor der schottischen Westküste, auf der sich vor etwa 80 Jahren eine christliche Kommunität als eine ökumenische Bewegung von Männern und Frauen gegründet hat. Unterschiedliche Lebensentwürfe und verschiedene christliche Traditionen prägen die Kommunität noch heute. Dazu gehören Mitglieder, Assoziierte und Freunde, die sich dem Evangelium von Jesus Christus verpflichtet fühlen. Im Handeln, in Gedanken und Gebet sind die Themen: „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ grundlegend für die Kommunität. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Pfrin. Steffi Beckmann und Pfrin. i.R. Barbara Tarnow

Gemeinde unterwegs: Unsere Siebenbürgenfahrt vom 1. bis 9. Mai 2019

Kirsten Sames gab es uns am Morgen der Abfahrt in Seeheim mit auf den Weg: „Ich wünsche euch vor allem viele gute Begegnungen mit den Menschen in Siebenbürgen, denn das könnte den besonderen Reiz der Reise ausmachen!“ Wie Recht sie hatte!

Siebenbürgen

Unsere Reiseroute

Möglich war die von Birgit Geimer (ev. Dekanat Bergstraße) und Christoph Sames geleitete Studienfahrt, weil die Familie Sames im Vorjahr die Reiseroute erkundete und dabei auch die ihr bekannte Pfarrerfamilie Hildegard und Gerhard Servatius-Depner im rumänischen Mediasch besuchten. So konnten am 1. Mai 2019 23 Teilnehmer aus Seeheim und benachbarten Kirchengemeinden nach Sibiu (Hermannstadt) in Rumänien fliegen.Welche Eindrücke nimmt man mit, wenn man neun Tage lang weit östlich in Europa auf dem Balkan in einem geschichtsträchtigen, uns fremden Land unterwegs ist, das sich sowohl „Rumänien“, als auch „Siebenbürgen“ und „Transsylvanien“ nennt und in dem sich seit Jahrhunderten Menschen zu ihren bis heute unterschiedlichen nationalen Identitäten als „Siebenbürger Sachsen“, „Ungarn“, Rumänen“, „Roma“ etc. zugehörig fühlen?

Auf der Landkarte ist das von den Karpatenbögen umschlossene Siebenbürgen leicht zu erkennen. Entsprechend gab es bei vielen unserer insgesamt vierzehn Stationen der Reiseroute wunderschöne Blicke auf die zum Teil schneebedeckte Bergwelt.

Sambata

In den von uns besuchten Städten Sibiu (Hermannstadt), Brasov (Kronstadt) und Sighișoara (Schäßburg) haben vor allem die Siebenbürger Sachsen ihre Spuren hinterlassen. Deutsche Bauern und Handwerker, die z.B. aus Rheinlandpfalz, Rheinhessen und Umgebung stammten,  wurden ab dem 12. Jahrhundert von ungarischen Königen in das  kaum besiedelte Transsilvanien (‚jenseits der Wälder‘) geholt. Die Ungarn nannten die Neubürger Szaszok (Sachsen), die sie dringend auch für die Landesverteidigung gegen Mongolen-, Tartaren- und später auch Osmanen-Einfälle benötigten. Auf dem Land entstanden ab dem 13. Jahrhundert  die berühmten Siebenbürger Kirchenburgen,  die  Menschen und Vieh bei Überfällen schützen konnten. Mehr als 160 dieser Wehrkirchenanlagen sind noch erhalten,  manche davon UNESCO-Welterbe.

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Neue Tische und Stühle im Pfarrer-Reith-Haus

Im Jugendraum des Pfarrer-Reith-Hauses wurden bis vor wenigen Wochen Tische und Stühle benutzt, die noch aus dem alten Gemeindehaus in der Burgstraße stammten. Nach 40 oder 50 Jahren hatten diese nun wirklich ihre Schuldigkeit getan, die mit Melaminharz beschichteten Tischplatten blätterten ab und waren zerkratzt. Die alten Möbel wurden jetzt durch fahr- und klappbare Tische und farbige Stühle ersetzt. Der bisher von Grau und Dunkelbraun dominierte Jugendraum bekommt hierdurch zum einen eine jugendliche Note und ist zum anderen durch die Rollen an den Tischen viel schneller auf die jeweiligen Anforderungen hin anzupassen.

Die Anschaffung war allerdings nur durch zahlreiche Spenden und einen Beitrag der „Stiftung Laurentiuskirche“ möglich. Den Spendern und Spenderinnen sowie der Stiftung gebührt großer Dank.

Erwin Rieke

Burgkapelle Frankenstein mit neuem Altarkreuz

Mit dem neuen Altarkreuz in der Burgkapelle: Dr. Erich Kraft, Ralph Eberhard, Pfarrerin Angelika Giesecke, Pfarrer Kai Hüsemann, Dr. Georg Freiherr von und zu Franckenstein mit Gattin Katharina (v.l.n.r.)

Sie ist ein Kleinod und gehört zu jedem Besuch auf der Burg Frankenstein: die Burgkapelle. Ende 2017 hatten dort ehemalige Kerweborsch aus Griesheim ein Spektakel veranstaltet, das in der Presse große Wellen schlug. Die Marienschwestern aus Eberstadt sahen die Würde des Raumes verletzt und räumten das von ihnen gestiftete Altarkreuz und andere sakrale Gegenstände kurzerhand ab und verabschiedeten sich von dem Ort.

Dies ließ Ralph Eberhard, Pächter der Gastronomie auf dem Frankenstein, nicht ruhen. Ein neues Kreuz sollte zur kleinen Kirche passen, aber auch repräsentativ aussehen, denn die Kapelle wird als Außenstelle des Standesamts Mühltal für rund 135 Trauungen im Jahr genutzt. Doch die Händlerpreise für ein derartiges Holzkreuz bewegten sich im fünfstelligen Bereich. In Dr. Erich Kraft vom Geschichtsverein Eberstadt-Frankenstein fand Eberhard einen Unterstützer, der weiter wusste. In den Reihen des Geschichtsvereins Eberstadt-Frankenstein gab es einen Fachmann, der die Aufgabe übernahm, ein passendes Kreuz herzustellen: Kurt Höhl.

Am 1. Mai wurde nun das neue Altarkreuz in einerwürdigen Feier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Burgkapelle Frankenstein sei ein sakrales Gebäude seit 545 Jahren, ein Ort besonderer Würde und zugleich ein historisches und kunstgeschichtliches Denkmal, das es zu schützen und zu bewahren gelte, so Dr. Kraft vom Geschichtsverein. Sehr herzlich wurde auch Familie Franckenstein an der Wirkungsstätte ihrer Ahnen willkommen geheißen: Dr. Georg Freiherr von und zu Franckenstein mit Gattin Katharina und drei Töchtern folgten der Einladung, wobei der Freiherr in seinem Grußwort mit leicht ironischem Unterton bemerkte, dass er normalerweise ja nur zu runden Jubiläen in Erscheinung trete, zu diesem Anlass aber gerne eine Ausnahme mache. In seinem humorvollen Grußwort wies Baron Franckenstein darauf hin, dass man schon zur Weihe der Kapelle 1474 das Geistliche mit dem Geschäftlichen verbunden habe, und so sei es auch heute. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass Familie Franckenstein die zwei neuen Kerzenleuchter sowie das Altartuch stifteten.

Weitere Grußworte kamen u.a. von Pfarrer Kai Hüsemann von der katholischen St. Josefsgemeinde Eberstadt und Pfarrerin Angelika Giesecke von der evangelischen Kirche Ober-Beerbach. Nieder- und Ober-Beerbach, Eberstadt und Malchen, gehörten früher zur Herrschaft der Frankensteiner, die dort die Kollatur besaßen, d.h. die Pfarrer bestimmen durften. Schließlich bedankte sich der Mühltaler Bürgermeister Willi Muth noch beim Geschichtsverein, der sich schon seit vielen Jahren auf verschiedenste Weise um die Burg verdient gemacht habe.

Das Originaldokument über die Weihe der Kapelle im Juli 1474 durch den Mainzer Weihbischof Dionysius hat sich bis in unsere Tage erhalten. Die Kapelle ist am Margarethentag feierlich zur Ehre Mariens geweiht worden. Neben Maria als Hauptheilige ist sie noch zehn „Nebenheiligen“ geweiht, darunter auch Margarethe. Vermutlich, so Dr. Kraft vom Geschichtsverein, ist hier Margareta von Antiochia gemeint, eine frühchristliche Märtyrerin um 300. Sie ist die Schutzheilige der Bauern, bei Schwangerschaft und Geburt, der Jungfrauen, Ammen und der Gebärenden. Ihr Heiligentag ist der 20. Juli.

Wie wir seit rund zwei Jahren laut einem dentrochronologischem Gutachten wissen, entstand die Kirche in Malchen in den Jahren 1480/81, also wenige Jahre nach der Burgkapelle. Dokumente darüber, wann und wem die Malcher Kirche damals geweiht wurde, haben sich im Gegensatz zur Burgkapelle auf dem Frankenstein nach heutigen Stand leider nicht erhalten. Durch Bildnisse am Übergang zwischen Kirchenschiff und Chorraum hervorgehoben sind jedoch vier Personen: Jakobus d. Ä. (Schutzheiliger der Pilger), Johannes (Evangelist und Lieblingsjünger Jesu), Maria Magdalena sowie Andreas (mit dem charakteristischen Schrägkreuz).

Michael Maxin

Notfallseelsorge bietet Ausbildungskurse an

Natascha ist sich da ganz sicher: „In der Not darf niemand allein sein“. Deshalb hat sie sich zur Notfallseelsorgerin ausbilden lassen. „Erst der Ausbildungskurs hat mir die nötige Sicherheit gegeben.“ Etwa 10-mal im Jahr wird die junge Frau zu Einsätzen der Rettungskräfte gerufen. „Anderen Menschen beizustehen, gibt mir selbst einen tiefen Sinn für mein Leben“, sagt die 30-jährige.
Im August beginnen neue Ausbildungen für die Mitarbeit in der Notfallseelsorge. Dort erfahren die Interessierten, was sie tun müssen, wenn sie zu einem Notfall gerufen werden. Und sie lernen, und wie sie Gespräche mit Menschen führen. „Die Aufgabe ist für jeden erlernbar.“ sagt Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun. Seit 20 Jahren bildet er Menschen für die Notfallseelsorge aus. Die Kurse umfassen 65 Stunden und finden an Abenden und Wochenenden statt.
„Wer einen solchen Kurs abschließt, hat große Sicherheit für diese ehrenamtliche Aufgabe“, weiß der Leiter der Notfallseelsorge.
Gern beantwortet er Fragen per Telefon 0171-3744999 oder E-Mail kapraun@nfs-suedhessen.de.

Drei Ausbildungsformate stehen zur Auswahl:

  • Ausbildungskurs als Tagung im Wochenblock ab 5.8.2019
  • zwölf Abende und Samstage ab 9.8.2019
  • vier Wochenenden freitags 17.00 Uhr, samstags und sonntags ab 9.8.2019

Alle Kursinformationen unter www.mach-mit.info

Heiko Ruff-Kapraun

„Schlitzohr“ Laurentius 258 n. Chr. zu Tode gequält

Schlitzohr Laurentius Worms Westchor

Am 10. August 258 starb im 28. Lebensjahr der heilige Laurentius – Namensgeber unserer Kirche – in Rom. Woher Laurentius stammte, liegt im Nebel der Geschichte. Die Legende behauptet, er sei auf dem Landgut Lauriacum beim spanischen Huesca geboren; anderen Überlieferungen zufolge war er Römer aus Laurentum südlich von Rom, was seinen Namen ebenso erklären würde. Er genoss eine gute Ausbildung, wurde danach einer der sieben Diakone der frühen Christengemeinde in Rom und als Erzdiakon für das Kirchenvermögen und die Sozialarbeit der Kirche von Rom zuständig. Nachdem der römische Kaiser Valerian während einer Christenverfolgung Papst Sixtus II. hatte enthaupten lassen, wurde Laurentius aufgefordert, binnen drei Tagen den Kirchenschatz herauszugeben. Um dem Nachdruck zu verleihen, wurde er gefoltert.

Als treuer aber auch durchaus schlitzohriger Verwalter des Vermögens entschied Laurentius sich für eine gottgefälligere Vermögensverwendung: Er verteilte während der Dreitage-Frist die Schätze und präsentierte dann die beschenkten und christlich gewordenen Armen dem Kaiser als die „wahren Schätze der Kirche“. Der geprellte Valerian ließ Laurentius ob dieser frechen Tat mit Bleiklötzen schlagen, auf glühende Platten legen und versuchte, ihn zum heidnischen Opferdienst zu zwingen – vergeblich. Schließlich befahl Valerian, den Unbeugsamen über stetigem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode zu martern. Trotz dieser Qualen soll Laurentius den Henker noch geneckt haben, er sei als Braten auf einer Seite schon gar.

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